Was führte zur Entwicklung von Complete the Look?

Beitragsbild Entstehung CTL

Zurzeit läuft unsere Arbeitsgruppe “Visualytics” auf Hochtouren. Viele Ideen zur Visualytics Suite finden zusammen, sowohl was Similarity wie auch Complete the Look betrifft. Bald schon wird es die ersten Neuigkeiten geben. Da liegt ein Blick zurück auf den Ursprung unserer Technologie nahe. Wie kam es eigentlich von Similarity zur Entwicklung von Complete the Look? Aus unserem Team waren damals nur Jess, Björn und Timo dabei. Was ist da besser, als bei Sebastian Kielmann (Gründer & CEO) nachzufragen? 

Similarity

Sebastian, wann begann die Entwicklung von Visualytics?

Sebastian vorm Logo

Sebastian Kielmann

Gründer und CEO Picalike

Die Gründung von Picalike mit der Ähnlichkeitssuche aufgrund von Bildanalyse lag inzwischen schon ein paar Jahre hinter uns. Similarity lief erfolgreich, die Technologie immer besser, schneller, präziser. Nun wollten wir wissen: Was kann man mit dieser Bildanalyse sonst noch anfangen? Schließlich kann man so eine Ähnlichkeitsanalyse in den verschiedensten Bereichen gebrauchen. Wir hatten uns bereits auf den Bereich Mode spezialisiert, denn im Gegensatz zum Bereich Technik oder Kosmetik dreht sich hier alles besonders um die Optik – wie in unserer Technologie! Similarity liest die verschiedensten Daten aus dem Produktbild wie zum Beispiel Farbe, Form und Muster. Anhand von Produktdaten aus einem Produkt-Feed werden dazu noch weitere Informationen geladen.

 

Da stellten wir uns die Fragen: Was brauchen Online-Shops, um ihren Kunden eine bessere Einkaufserfahrung zu bieten? Womit können wir sie entlasten? Ihre Arbeit einfacher machen? 

So begann 2014 die Erweiterung der Bilder-Ähnlichkeits-Engine und gleichzeitig die Entwicklung von Visualytics mit Similarity, Complete the Look und der E-Mail-Lösung. Complete the Look ist unsere Antwort auf die erste Frage, denn mit dieser Technologie kann der Shop die Einkaufserfahrung des Kunden verbessern, indem er ihn an die Hand nimmt und durch sein Sortiment führt. Der Shop kann mit CTL beraten, welche Artikel zusammenpassen, wie er den gewünschten Artikel mit anderen gekonnt in Szene setzt, stylisch up to date und perfekt aufeinander abgestimmt.

Wie kann diese Technologie auch die Arbeit des Shops einfacher machen?

Indem die Maske, mit der die Looks angelegt werden, so einfach und intuitiv wie nur möglich gestaltet wird, dass jemand ganz ohne Technik-Vorkenntnisse die Outfits zusammenstellen kann. Besonders entlastet wird der Shop dann, indem dieser einmal angelegte Look auf das komplette Sortiment hochskaliert wird. Dieses eine angelegte Outfit hilft der Maschine zu lernen, was im Sortiment des Shops sich gut kombinieren lässt und für deren Kunden relevant sein könnte. Anhand der visuellen Suche können ausverkaufte Produkte innerhalb eines Looks sofort ersetzt werden, völlig automatisch. Alle Artikel, die einem Produkt im Look ähneln, werden zu einem weiteren Look zusammengestellt. Aus einem Outfit entstehen durch die Similarity-Technologie gleich zahlreiche ähnliche Outfits. Dies spart dem Unternehmen sehr viel Zeit und Ressourcen.

CTL hellblaues hemd

Complete the Look

Welche war bisher die größte Hürde?

Die Komplexität und die Menge an Daten, die für diese Korrelationsmatrix nötig sind, waren von Anfang an eine Herausforderung. Nur durch die Nutzung von Dimensionsreduktion, aber auch Performance-Optimierungen an den Datenbanken, konnte diese Herausforderung gemeistert werden, sodass ganze Looks in wenigen Millisekunden gefunden und zurückgeliefert werden können. Da ein Produkt in mehreren Looks vorkommen kann, wurden Click- und Check-out-Tracking-APIs entwickelt, um dem System zu ermöglichen, top performende Looks zu erkennen und anhand der Performance die Looks zu einem Produkt wiederzugeben.

Natürlich blieb auch nicht aus, dass bei der Entwicklung hin und wieder mal was schieflief. Im Frontend wurden zum Beispiel mal Schieber falschrum konfiguriert. Daraus lernten wir, dass wir eine Qualitätsprüfung unserer Daten brauchten. Das Team Quality Assurance (QA) war geboren. Denn nicht jede Kombination passt zu den Kunden und nicht jede Empfehlung, die das System gelernt hatte, war passend. Erst mit den richtigen Algorithmen und vielen Versuchen passte alles.

Wo wird Complete the Look zurzeit überall eingesetzt?

Zurzeit wird CTL sowohl auf Produktdetailseiten sowie auch für E-Mail-Marketing und auf Kategorie-Seiten implementiert. Aber es findet auch im Call-Center und als App auf dem Tablet moderner Verkäufer seinen Einsatz. Das Widget ist sehr vielseitig anpassbar und macht die verschiedensten Anwendungsbereiche leicht möglich. So kann CTL im Endeffekt überall dort eingesetzt werden, wo man Empfehlungen geben kann, egal ob aufgrund von Ähnlichkeit oder Komplementarität.

Danke, Sebastian, für die kleine Tour zurück zum Ursprung! Dann sind wir ganz gespannt, was nun für Neuheiten kommen werden. An Ideen fehlt es dem Team schließlich nicht. Wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden mit unseren Newslettern!

Wenn ihr weitere Informationen zu den verschiedenen Anwendungsbereichen von Visualytics oder Complete the Look habt oder einfach mehr über Picalike erfahren möchtet, dann stöbert gern in unseren Blogbeiträgen.

Wünschst du aber ganz genau zu wissen, wie unsere Technologie für deinen Gebrauch aussehen könnte, dann melde dich doch für eine Demo-Version. Da kannst du mit deinen Daten alles genauestens unter die Lupe nehmen.

Die Stimmung zur heißen Verkaufszeit 2020

Die Stimmung zur heißen Verkaufszeit 2020

Black Friday, Weihnachtszeit und Corona

Wie ist die Stimmung im
E-Commerce in diesem ganz besonderen Jahr?

Beim Black Friday 2020 spalten sich die Meinungen. Die einen sind pessimistisch, besonders nachdem das Preisvergleichsportal Idealo in einer Umfrage in Erfahrung gebracht hat, dass zwei von drei Verbrauchern dieses Jahr beim Black Friday weniger Geld ausgeben wollen als in 2019. Ob sie ein Produkt auch wirklich brauchen, wollen 75 % der Befragten sich nun besonders genau überlegen. Und sie lieferten auch gleich einen Grund dafür: Bei gut einem Zehntel der Befragten hat sich im Laufe des Jahres 2020 die finanzielle Situation durch die Pandemie verschlechtert. (Quelle: Welt.de)

77 % beabsichtigen einen Kauf am Black Friday


So viel zur negativen Seite. Auf der anderen Seite sehen wir die Umfrage des Marktforschungsunternehmen Appinio, in der 77 % der Befragten angaben, dass sie einen Einkauf am Black Friday beabsichtigen, was einer Steigerung von 16,7 % im Vergleich zum Vorjahr entspräche. Auch hat die Umfrage ergeben, dass ein etwas höheres Budget für die Einkäufe am Black Friday eingeplant werde (Quelle: appinio.com).

Auf jeden Fall aber wollen 69 % der Befragten online shoppen und den Besuch von lokalen Geschäften meiden, besonders zum aktuellen Zeitpunkt, wo die Infektionszahlen weiterhin eine steigende Tendenz haben.

41 % will mehr online einkaufen als bisher 

Dasselbe gilt fürs Weihnachtsgeschäft: Eine repräsentative Umfrage des IFH Köln in Zusammenarbeit mit den Dienstleistern Sitecore und Ecx.io. ergab, dass jeder zweite das Gedränge in der Innenstadt bei der Jagd nach Weihnachtsgeschenken meiden will. 41 % der Befragten gaben sogar an, dass sie mehr online einkaufen werden als bisher. (Quelle: Internet World)

Feedback unserer Kunden 

Da interessiert es uns natürlich sehr, wie die Stimmung bei unseren Kunden ist und wie sich dieses Jahr von den Jahren davor unterscheidet. Zu unserer Freude sind sie ganz positiv eingestellt! 

Atelier GS zum Beispiel rechnet eher mit einer Zunahme, da sie die in den letzten Jahren generierten Learnings umsetzen können. Nina Klöhn, Online Marketing Managerin Atelier Goldner Schnitt: “In Summe ist es aber natürlich eine schwierige Zeit, da gerade unsere  Zielgruppe stark von der Pandemie betroffen ist.” Für ihre Kundinnen haben sie sich da was Besonderes einfallen lassen. Nina Klöhn: “Um unseren Kundinnen während dieser Zeit nah zu sein und sie zu unterhalten, haben wir auch ein neues Video-Magazin eingeführt.”

Atelier Goldner Schnitt
Hirmer

Bei Hirmer sieht Annette Fabisiewicz, Leitung E-Commerce Marketing, dieser Zeit mit Spannung entgegen: “2020 ist es uns umso wichtiger, unser Black Friday Angebot online auszubauen und somit unseren Nutzern noch bessere Angebote anbieten zu können. Dieses Jahr ist alles anders! Somit sind wir natürlich sehr gespannt, wie dies bei unseren Kunden ankommt”

Auch in der Witt-Gruppe ist nichts an Negativität zu spüren. “Im Großen und Ganzen ist nichts anders und die Stimmung fast wie gewohnt, nur eben dieses Jahr aus dem Home Office”, berichten Theresa Hösl (Junior Marketing-Managerin) und Tina Lebegern (Junior Marketing-Managerin) von der Witt-Gruppe. So sind für diese Zeit wieder einige Aktionen geplant, unter anderem ein 13 Tage langer Pre-Sale in den Online-Marketing-Kanälen und danach für 2 Wochen der regulären Black-Sale. Ebenfalls wie in den letzten Jahren wird es einen Adventskalender mit 24 Türchen mit verschiedenen Themen wie Verkaufsförderungen, Content oder Sortiments-Aktionen geben.

Witt Weiden

Der Startschuss der heißen Verkaufszeit ist gefallen, die Kunden können sich auf tolle Deals freuen und der E-Commerce auf einen guten Absatz. Wir wünschen allen viel Erfolg!