Mit wem konkurriere ich?

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Es ist wichtig, dass ich meine Konkurrenz kenne und ständig im Auge behalte. Aber erkennt und kennt man alle seine Wettbewerber? Es ist nicht so einfach wie es klingt. Viel zu oft werden die Wettbewerber aus einem Bauchgefühl heraus ausgesucht. Hinzu kommt, dass man nicht mit jedem gleich stark konkurriert. Zum Beispiel, hat nicht jeder Wettbewerber die gleichen Kategorien oder folgt den gleichen Trends mit seinem Sortiment.

Da der Markt sich ständig verändert, haben wir den Wettbewerb in 4 Kategorien aufgeteilt:

Direkter Konkurrent

Die direkte Konkurrenz ist die klassischste Art von Konkurrenz. Dies sind Unternehmen, die die gleiche Zielgruppe, eine fast gleiche Sortimentstiefe und -struktur haben und die auch darauf achten, was man selber gerade macht. Man agiert und reagiert und hat den direkten Konkurrenten ständig unter Beobachtung. Sicherlich beträgt die Sortimentsüberschneidung nicht 100 Prozent, aber in der Regel gibt es eine Überschneidung von über 50% des Sortiments beim direkten Wettbewerb. Ein gutes Beispiel ist in so einem Fall Esprit und S.Oliver aus dem mittleren Marktsegment.

Indirekter Konkurrent

Die indirekte Konkurrenz sind Unternehmen, deren Strategie zum Teil mit der eigenen vergleichbar sein sollte, aber nicht in allen Punkten. Zum Beispiel ist die Kollektion sehr ähnlich, aber die Preise unterscheiden sich stark oder man hat die gleiche Zielgruppe, aber vom Sortiment unterscheidet man sich oder man folgt unterschiedlichen Trends. Im Wettbewerb steht man dennoch, denn der Kunde hat ja nur ein begrenztes Budget. So ein Fall sieht man zum Beispiel, bei Vero Moda und Orsay. Orsay liefert nur Mode für Damen. Vero Moda, bzw. die Bestseller-Gruppe bietet aber auch Herrenmode (Jack & Jones) an. Bei DOB (Damenoberbekleidung) sind sie direkte Konkurrenten, in anderen Sortimentsteilen eher nicht (z.B. Herrenbekleidung).

Teil-Konkurrent

Die teilweise Konkurrenz ist sehr ähnlich mit der indirekten Konkurrent, aber unterscheidet sich darin, dass diese nur in wenigen Kategorien seines Sortiments mit einem selbst in Konkurrenz steht. Zum Beispiel, wenn man Mode für Damen und Herren verkauft und ein Wettbewerber nur Mode für Damen, sich dann aber auch auf Kleider, Blusen und Jacken spezialisiert hat. Ein Vollsortimenter hat somit meist mehr Konkurrenten als ein spezialisiertes Unternehmen. OTTO sollte auf viel mehr Wettbewerber achten als Lascana. OTTO hat ein viel breiteres Sortiment und ein viel größeres Kundensegment. Auf der anderen Seite hat Lascana einen viel geringeren Spielraum und muss seine Stärken immer richtig ausspielen.

Wechselnder Konkurrent

Die wechselnde Konkurrenz ist eine, die schwer zu fassen ist. Dies sind Unternehmen, die in der Regel nicht als Wettbewerber betrachtet werden, aber im schlimmsten Fall, unbemerkt Kunden wegschnappen. Zum Beispiel könnte es sein, dass Bonprix der Meinung ist, dass P&C (Fashion ID oder Van Graaf) kein Konkurrent ist. Aber wenn wir mit OnSight, unserer Market Intelligence Lösung, einen Vergleich zwischen Bonprix und P&C durchlaufen lassen und dabei hauptsächlich die Sale-Produkte von denen berücksichtigen, dann sieht der Wettbewerb schon ganz anders aus: Dann wäre P&C sogar ein direkter Konkurrent von Bonprix.

Obwohl der Markt ständig im Wandel ist, muss man die Veränderungen nicht täglich im Auge behalten, aber sie aus den Augen zu verlieren kann teuer werden. In regelmäßigen Abständen überprüfen wir in unterschiedlichen Varianten, wer mit wem und wie stark im Wettbewerb steht und wer wen wie sehr beeinflusst.

Hier ein Screenshot zwischen meinem Demo-Shop und Wenz als Beispiel:

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