Was ist Trend?

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Was ist Trend

Wenn man in der Modebranche arbeitet, wird man oft von Freunden und Bekannten gefragt: “Sag’ doch mal, was ist eigentlich gerade im Trend?” Mit einer Mischung aus subjektiver Wahrnehmung (finde ich selber ganz schön oder total schrecklich) und modischer Affinität (habe ich in der letzten InStyle gelesen oder bei meiner Lieblingsinfluencerin auf Instagram gesehen) antworte ich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit aus einem Bauchgefühl heraus.

Wer bestimmt was Trend ist?

Laut einer Picalike-Umfrage, funktioniert sogenanntes “Trendscouting” oder “Researching” bei vielen deutschen Modeunternehmen, unabhängig von Größe und Jahresumsatz, recht ähnlich: Intuition, modisches Gespür und Kreativität der Einkäufer, Designer und Trendscouts sind die Basis für die Auswahl an Produkten, die wir in den Onlineshops finden. Fundierte Zahlen kommen höchstens bei der Evaluation des Marktes zustande: Wonach wird in meinem Shop gesucht, welche Produkte führt mein Wettbewerber und wie sehen meine bisherigen Abverkaufszahlen für einzelne Produkte aus?

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Photo by Jealous Weekends via Unsplash.com

D.h. einen Trend zu bestimmen ist ein langwieriger Prozess, der von Research über Kollektionsentwicklung, Sourcing bis hin zur eigentlichen Markteinführung, bzw. Onlinestellung der Produkte, bis zu zwei Jahren dauern kann, je nachdem ob selbst produziert wird, es sich um Whitelabeling oder einen Multibrand-Store handelt.

Aber ist diese Methode im Zeitalter von Instagram, Influencer Marketing und Co. überhaupt noch effektiv, verlässlich und vor allen Dingen gewinnbringend?

Wo es zuvor die “Push”-Strategie gab: Designer, Einkäufer, Trendscouts oder Redakteure geben (Trend-)Prognosen für den Markt ab und die Produkte werden in den Markt “gedrückt”, so ist es heute vielmehr die “Pull”-Strategie, die vielversprechender ist: Die Trends werden von den Verbrauchern bestimmt, die sich auf Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok oder Pinterest inspirieren lassen und durch Likes und Shares symbolisieren “dieses Teil gefällt mir, das will ich auch haben.” Besonders die Generation Z ist geprägt von schnell wechselnden Präferenzen. Heute bei Influencerin XY auf Instagram gesehen, einmal aufs Bild getippt und schon möchte ich ohne Umwege zum Onlineshop geleitet werden, bei dem ich auch bitte dieses Produkt hier und jetzt bestellen kann, damit ich es im besten Falle morgen schon anziehen kann, denn morgen entdecke ich vielleicht wieder ein ganz anderes Produkt, das mir sogar noch besser gefällt.

Fast, Faster, Fashion-Market!

Das heißt im Umkehrschluss: Der Markt muss schnell reagieren, um der Nachfrage gerecht zu werden und die gefragten Artikel möglichst schnell und ohne Umwege verfügbar machen. Produkte und Kollektionen lösen sich vom altbekannten Saisonzyklus und die On-Demand-Beschaffungsstrategie rückt in den Fokus. Die On-Demand-Strategie hat natürlich Vor-und Nachteile. Zum einen kann ich als Unternehmen schnell auf Trends reagieren und den Markt befriedigen. Auf der anderen Seite, werden bei On-Demand und Nearshore-Produktionen oftmals kleinere Mengen produziert, die in der Herstellung dann teurer sind. 

Was aber, wenn ich gar nicht neu produzieren muss, um auf Trends zu reagieren? Kann ich vielleicht einfach mein bestehendes Sortiment umstrukturieren und die Produkte neu positionieren?

Die entscheidenden Fragen sind hier: Was aus meinem bestehenden Sortiment ist gerade trendig? Was wird nachgefragt, geklickt, gekauft? Und zwar nicht gemessen an meinen eigenen KPIs, sondern in Bezug auf mein Marktumfeld. Was machen meine Wettbewerber? Was machen Onlineshops an denen ich mich trendmäßig orientiere? Werden bestimmte Produkte gerade beim Konkurrenten prominent platziert, weil sie besonders häufig gekauft oder zumindest in den Warenkorb gelegt werden?

Dies alles händisch, sozusagen mit den eigenen Augen, zu überprüfen, ist sehr zeitaufwendig und es stehen in den meisten Fällen keine Ressourcen dafür zur Verfügung, wie auch unsere Umfrage ergeben hat. Hinzu kommt die Problematik: Vielleicht kristallisiert sich gerade ein Trend bei einem meiner Mitbewerber heraus, den ich beim Durchscrollen der Seite gar nicht erkannt hätte oder aber, ich habe den Mitbewerber an sich gar nicht auf dem Schirm gehabt? Durch Computer Vision basierte Marktanalyse können in kurzer Zeit Millionen von Produkten in allen gewünschten Onlineshops gescannt und trendspezifisch sortiert werden. So können Marketing-, Einkaufs- und Produktionsentscheidungen getroffen werden, die sich nicht nur auf interne Analysen und Reports beziehen (bspw. Renner/Penner-Listen, Abverkaufszahlen), sondern auch meine Produkte in Relation zum Gesamtmarkt, meiner Marktnische, meinen Kunden oder Wettbewerbern bewerten. OnSight als Market Intelligence Lösung liefert Informationen, die sich auf das Unternehmensumfeld beziehen und direkte Handlungsempfehlungen für Einkäufer und Marketers liefert.

Wenn Sie auch einen Rundumblick auf Kunden, Partner, Wettbewerber und Fashionleader werfen wollen, dann werden Sie jetzt OnSight-prelive-Partner und profitieren Sie von unternehmensübergreifenden Insights. Erkennen Sie Trends frühzeitig um kurzfristig mit Ihrem bestehenden Produktsortiment auf die bestehende Nachfrage zu reagieren und langfristig effektives und analytisches Trendscouting zu betreiben.

Schicken Sie uns einfach eine Mail an info@picalike.com oder rufen Sie uns an unter +49 40 468 95 17 – 0.

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