Hans Guido über das Arbeiten in Deutschland und Brasilien

Vor fast genau einem Jahr hat unser Entwickler Hans Guido Steffen Costa seine Koffer gepackt und ist zurück nach Brasilien gezogen. Aber zum Glück sehen wir ihn weiterhin regelmäßig in unseren Videokonferenzen, denn er arbeitet weiterhin für Picalike – nur nicht von Hamburg aus! Da wir sowieso zu dem Zeitpunkt durch die Pandemie hauptsächlich remote gearbeitet (mit der Option in unser Büro ins Betahaus zu gehen) und auf das agile Arbeiten umgestellt haben, war der Boden für das Arbeiten aus einem anderen Land geschaffen. 

Das führte auch zur Idee: Wollen wir nicht gleich unser Team in Brasilien erweitern? Schließlich hatten wir da schon einige Teammitglieder (unser CEO, unser Project Manager, ich aus dem Marketing und natürlich Hans Guido), die die Kultur und Sprache dieses Landes sehr gut kennen. So kam es nicht nur bei Hans Guido zu einer großen Veränderung.

Aber welche Unterschiede gibt es, wenn man von Brasilien aus arbeitet? Was ist anders dort, anders hier? Es ist an der Zeit, mal genauer nachzuhaken

 

Lieber Hans Guido, jetzt ist es fast ein Jahr her, seit du zurück nach Brasilien gezogen bist und von deiner alten Heimat Belém aus für Picalike arbeitest. In dieser Zeit hat sich viel getan! Wie viele Entwickler wart ihr, als du zurückgeflogen bist?

Ja, das stimmt! Als wir mit dem Projekt Brasilien angefangen haben, waren wir in der ganzen Firma nur 5 Entwickler. Und jetzt sind wir schon 12! Das ist ein sehr schnelles Wachstum, das so einige Veränderungen mit sich bringt.

Sind deine Aufgaben die gleichen geblieben?

Hans Guido Profil

Nicht ganz. Wir haben neue Projekte angefangen, es sind neue Mitarbeiter ins Team gekommen. Da fällt mehr Organisation an, um allen Aufgaben gerecht zu werden. Auch müssen die weniger erfahrenen Entwickler betreut und gecoacht werden.

Wie hat sich dein Alltag wegen des Zeitunterschieds verändert?

Nicht wirklich viel. Ich habe auch in Deutschland schon immer sehr früh am Morgen angefangen zu arbeiten, das ist auch hier so geblieben. Was nur wirklich anders ist, ist, dass ich wenig Überschneidungszeit mit dem Team aus Deutschland habe – auch wenn ich sehr früh aufstehe. Schließlich sind wir hier 4 bis 5 Stunden zurück.

Du bist unser einziger Entwickler, der aus beiden Ländern schon für uns gearbeitet hat. Was war einfacher, als du noch von hier aus gearbeitet hast?

Wenn ich all die Vorteile der beiden doch so unterschiedlichen Welten in Betracht ziehe, dann fällt mir gleich die Kommunikationsart in Deutschland ein. Sie ist direkter und effizienter. Das gefällt mir sehr und machte einiges einfacher.

Belem landkarte

Was ist besser, wenn man von Brasilien aus arbeitet?

Also das Wichtigste: Das Internet in Brasilien ist wesentlich schneller, sogar hier in Belém.  (lacht)

Bis vor Kurzem waren alle Mitglieder deines Teams Brasilianer, die aber nicht alle in Belém wohnen. Ihr arbeitet also ebenfalls total remote miteinander. Könnt ihr euch so auch privat kennenlernen? Oder ist alles super anonym?

Nein, anonym ist es nicht. Immer, wenn wir Gelegenheit haben, unterhalten wir uns auch über Dinge aus dem Alltag, über das Leben im Allgemeinen. Wir geben unser Bestes, uns besser kennenzulernen. Das bezieht sich übrigens nicht nur auf die Mitglieder meines Teams, sondern auch auf die Kommunikation mit Mitgliedern aus den anderen Teams. Wir machen auch Gesprächsrunden auf Englisch, damit diejenigen mit weniger Sprachkenntnissen üben können.

Vermisst du etwas von als du hier gearbeitet hast?

Ich vermisse Hamburg und die guten Biere. Auch mein kleines Reich in Norderstedt und die gut definierten Jahreszeiten, die es hier im Norden Brasiliens nicht gibt. Aber ich vermisse die Hamburger Sonne nicht. (lacht)

Das würde mich auch wundern, schließlich liegt Belém direkt am Äquator im Regenwald und hat das ganze Jahr über durchschnittlich 30 Grad Celsius. Sonne und Hitze ist definitiv nicht Mangelware. Aber wenn wir dir ein Päckchen packen würden, was sollten wir da reinpacken?

Bier von Ayinger, Mettbrote, ordentliche Hafermilch, Döner, Gyros Pita… Und das sind jetzt nur die ersten Dinge, die mir einfallen. Kann ich nicht gleich einen ganzen Koffer anstelle von einem kleinen Päckchen bekommen?

Schauen wir mal, was man da machen kann. Auf jeden Fall lieben Dank für den Einblick in euer Arbeiten!

Falls ihr auch gern mehr über unsere neuen Teammitglieder erfahren wollt, dann schaut auf unserem Blog unter Inside Picalike rein!