Home-Office, mobiles Arbeiten – was mache ich eigentlich?

Home-Office, mobiles Arbeiten – was mache ich eigentlich?

Home-Office, mobiles Arbeiten - was mache ich eigentlich? 2

Ein bisschen Grün inspiriert! © Franziska Weiß

Immer wieder ertappe ich mich dabei, dass ich von Home-Office spreche. “Zurzeit arbeiten wir im Home-Office.” Oder: “Home-Office ist toll, da kann ich auch mal auf dem Balkon arbeiten.” Aber bedeutet Home-Office wortwörtlich nicht einfach ein Büro zu Hause? Zu Corona-Zeiten wurden die meisten von uns schnell ins Home-Office geschickt, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Aber ist das nun die richtige Bezeichnung? Mein Mann und ich arbeiten bereits seit einigen Monaten von zu Hause aus. Da ich nur in Teilzeit arbeite, sitzt er im Arbeitszimmer und ich arbeite dort, wo unsere einjährigen Mädels gerade nicht bespaßt werden. Auch braucht er einen ordentlichen, aufgeräumten Arbeitsplatz, um konzentriert arbeiten zu können. Ich hingegen wandere gern flexibel durch die Wohnung und suche mir den Ort, wo ich mich am wohlsten fühle. Praktiziere ich da vielleicht eher mobiles Arbeiten? Oder reicht zu Hause zu sein, um es Home-Office zu nennen? Was steckt hinter diesen Bezeichnungen? Das wollte ich genauer wissen, und stellte fest: Tatsächlich, im Gegensatz zum mobilen Arbeiten hat Home-Office so einige feste Regeln. 

Was genau ist Home-Office?

Laut dem Arbeitsrecht ist das Home-Office in Deutschland so definiert: Es ist ein vom Arbeitgeber fest eingerichteter Bildschirmarbeitsplatz. Und der ist erst dann fest eingerichtet, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Bedingungen im Rahmen einer Vereinbarung festgelegt  haben und die Ausstattung des Home-Offices vom Arbeitgeber bereitgestellt und vor Ort installiert wurde. Dazu kommt noch eine Gefährdungsbeurteilung, bei der die Arbeitsbedingungen und der Arbeitsplatz vor Ort begutachtet werden. Dafür muss der Arbeitnehmer schriftlich einwilligen, dass externe Fachleute die Wohnung betreten und den Arbeitsplatz inspizieren. Eine Alternative dazu ist, dass der Arbeitnehmer den Arbeitgeber über den konkreten Zuschnitt seines Arbeits­platzes informiert und die Einrichtungs­details abspricht. 

Die Bestimmungen für das Home-Office

Die Beurteilung sollte neben den Gefahren bei einem normalen Büroarbeitsplatz in einem Betrieb auch die Gefährdungen beim Home-Office in Betracht ziehen. Dazu gibt es eine ganze Reihe an Vorschriften. Ich habe meinen eigenen Arbeitsplatz anhand dieser Kriterien analysiert, um zu sehen, ob er vielleicht sogar fürs Home-Office taugt:

  • Er muss ausreichend Platz für wechselnde Arbeitshaltungen und -bewegungen haben.  
  • Bildschirmgeräte sind so aufgestellt, dass die Oberfläche frei von störenden Reflektionen und Blendungen ist.
  • Arbeitstische müssen eine reflektionsarme Oberfläche haben und so aufgestellt sein, dass die Oberflächen bei der Arbeit frei von störenden Reflektionen sind. 
  • Die Arbeitsfläche muss so groß sein, dass alle für die Arbeit benötigten Gegenstände wie Tastatur, Maus, Stifte und Notizblöcke variabel angeordnet werden können. Außerdem muss die Arbeitsfläche vor der Tastatur das Auflegen der Handballen ermöglichen.
  • Bei der Arbeit im Home-Office muss auch die Datensicherheit gewährleistet werden durch ein Datenschutz-/IT-Sicherheitskonzept. Dazu gehören aber auch abschließbare Schränke, sich ins Internet nur über VPN- oder Tunnellösungen einzuloggen und Passwörter nicht frei zugänglich aufzubewahren. Für mich neu war, dass Ausdrucke mit betrieblichen Informationen nichts zu Hause im Papierkorb im Home-Office zu suchen haben. 

Die Anforderungen an den Mitarbeiter

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Leider blendet mein Esstisch manchmal ©Sandra Kade

All diese Kriterien kann ich leider nicht erfüllen, so ist zum Beispiel mein Esstisch weiß und die Oberfläche blendet deshalb doch etwas zwischen 13 und 17 Uhr an sonnigen Tagen. Aber mein Arbeitgeber hat mich mit Laptop, Maus, etc. ausgestattet, sodass dem guten Arbeiten nichts mehr im Wege steht. Rein theoretisch könnte ich also sogar Home-Office machen, wenn ich nur immer am gleichen Ort arbeiten würde und er abgetrennt wäre wie das Arbeitszimmer meines Mannes. Aber Fakt ist, ich arbeite einfach flexibel an dem Ort, wo es gerade passt (wenn es für die Kinderbetreuung ist, auch bei meinen Eltern) oder wo ich mich am besten fühle (gern auch auf dem Balkon). Die wichtigste Anforderung für das mobile Arbeiten erfülle ich aber dennoch: Ich bleibe in Deutschland! Denn ja, man muss in Deutschland bleiben, wenn man auch die Wohnung verlassen darf. Trotz all dieser Unterschiede hat das Arbeiten von zu Hause, sei es im Home-Office oder das mobile Arbeiten, doch einige Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel die Anforderungen an den Mitarbeiter. 

  • Der Arbeitnehmer muss sich an die normalen Arbeitszeiten halten, denn sowohl beim Home-Office wie auch beim mobilen Arbeiten wird einfach nur an einem anderen Ort gearbeitet. Die Arbeit muss daher im genau gleichen Umfang und in der gleichen Qualität erbracht werden, wie wenn man im Büro sitzen würde.
  • Das impliziert aber auch, dass der Arbeitnehmer seine Pausenzeiten einhält. Oft tendiert man dazu, sich einfach was zu essen mit an den Rechner zu stellen, was aber dann dazu führt, dass Pausen ignoriert werden. 

Dies bringt uns auch gleich zu den Gefahren beim Home-Office oder in meinem Fall beim mobilen Arbeiten von zu Hause.

Gefahren beim Home-Office/mobilen Arbeiten von zu Hause

Ich persönlich freue mich sehr über die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, da meine Kinder noch nicht in der Kita sind und ich somit weniger Kinderbetreuung brauche, als wenn noch zur Arbeitszeit die Zeit für die Hin- und Rückfahrt sowie die Mittagspause anfallen würde. Auch wenn es schwierig ist, nicht doch zu ihnen ins Wohnzimmer zu springen, wenn eins weint oder am Rechner sitzen zu bleiben und zu ignorieren, dass sie an die Zimmertür poltern. Dennoch ist dies nicht das perfekte Modell für jeden und auch diese Form des Arbeitens hat so seine Tücken. Eine Gefahrenquelle ist zum Beispiel das Arbeiten auf normalen Stühlen, die aber nicht für das stundenlange Sitzen am Tisch gebaut wurden. Diese mangelnde ergonomische Einstellung kann zu physischen Belastungen von Muskeln und Skelett führen, was auch Kopfschmerzen triggern kann.

Nicht selten stellt das Arbeiten von zu Hause aber auch eine psychologische Belastung dar durch den Mangel an räumlicher und zeitlicher Trennung von Privatleben und Arbeitsbereich. Und wir wollen die vorher genannte Gefahr nicht vergessen, die den Arbeitgeber zwar etwas erfreuen mag und positiver für Home-Office stimmen wird ist, nämlich das häufige Vergessen von Pausen und die vermehrten Überstunden, die oft geleistet werden, weil nebenbei eine Mail noch kurz beantwortet wird etc. 

mobiles Arbeiten Betahaus

Geselliges Arbeiten im betahaus Hamburg ©Franziska Weiß

Dennoch sehen die meisten Mitarbeiter die Arbeit zu Hause als Chance und freuen sich über das ihnen entgegengebrachte Vertrauen. So machen sie oft Überstunden gerade um zu beweisen, dass sie fleißig sind und nicht faul auf der Couch einen Serienmarathon machen. Ein weiterer Faktor, der darauf Einfluss hat, ob man im Home-Office erfolgreich ist, ist die Gewissenhaftigkeit. In der Wirtschaftswoche erklärt Conny Herbert Antoni, Arbeits- und Organisationspsychologe an der Universität Trier: „Es zeigen sich konsistente Zusammenhänge zwischen der Gewissenhaftigkeit einer Person und gelingendem Homeoffice. Wenn ich gewissenhaft bin, heißt das auch, dass ich das mache, was ich mir vornehme.“ Was manchmal auch Überstunden bedeutet, oder mit einem Schnupfen zu arbeiten, anstelle sich krankschreiben zu lassen.

In einem Report der AOK hat die Krankenkasse festgestellt, dass Mitarbeiter im Home-Office sich seltener krank melden. Dafür berichteten sie aber eher von psychischen Beeinträchtigungen wie Ärger, Selbstzweifel und Schlafstörungen, was zum einen auf einen Mangel an Abgrenzung hindeuten kann. Aber auch fehlende soziale Interaktionen. Denn ärgert man sich sonst über einen Mitarbeiter, kann man sich mit ihm im Büro auseinandersetzen, sich bei anderen Kollegen Luft machen oder den Ärger einfach versuchen auf dem Heimweg loszuwerden. All diese Optionen entfallen aber nun. Das führt zu dem größten Problem beim Home-Office: Vielen sind die sozialen Kontakte am Arbeitsplatz sehr wichtig und sie befürchten Vereinzelung durch die Arbeit von zu Hause. Conny Herbert Antoni meinte in der Wirtschaftswoche: „Persönlichkeitsfaktoren haben Einfluss darauf, wie gut jemand mit dem Home-Office zurechtkommt. Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen, die sehr sozial orientiert sind, nicht so gern allein sind und dadurch auch weniger leistungsfähig sein können.“ Auch diese Menschen müssen gerade beim unfreiwilligen Home-Office/mobilen Arbeiten zu Corona-Zeiten abgeholt werden.

Möglichkeiten, diesen Gefahren entgegenzuwirken

Wir bei Picalike haben das große Glück, dass sowohl unser Chef wie auch unser Projektmanager sich sehr mit diesen Gefahren auseinander gesetzt haben und auf vielen verschiedenen Wegen versuchen, gerade die psychologischen Nachteile vom Home-Office entgegenzuwirken. Zum einen haben wir einen festen Termin im Büro, an dem wir uns jede zweite Woche dort treffen und berichten, womit wir uns gerade auseinander setzen, was wir machen und uns einfach auch mal wieder live sehen. Auch haben wir ein Chat-Roulette, das sozusagen unser Ersatz für den Plausch in der Kaffeeküche ist, den kann es zwar nicht ganz ersetzen, aber immerhin ein bisschen. Da wird morgens ausgelost, wer mit wem über welches völlig von der Arbeit losgelöstes Thema im Laufe des Tages einen Call machen soll. Dann verabredet man sich und meistens wird es dann doch ein Gespräch über Gott und die Welt. 

Alle paar Wochen wird auch eine Umfrage gemacht, wie es uns geht, was wir für Erwartungen und Wünsche haben. Und nicht zuletzt auch durch die Möglichkeit, immer wenn man möchte, doch im Büro zu arbeiten. Die Plätze sind frei, Kaffee und Wasser stehen bereit und man kann im Wochenplan auch sehen, wer von den Kollegen auch vor Ort sein wird. Und falls es einem im Büro doch etwas zu eng werden sollte, so kann man auf eine der großen Co-Working-Flächen sowie das Betahaus-Café ausweichen.

Mein Fazit

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Aufgeräumter Arbeitsplatz meines Mannes ©Sandra Kade

Im Laufe meiner Recherche wurde mir immer klarer, dass mein Ehemann tatsächlich im Home-Office arbeitet. Er sitzt tagtäglich an seinem Schreibtisch in unserem Arbeitszimmer mit seiner ganzen Ausstattung. Er hat einen perfekt ausgestatteten Arbeitsplatz mit Laptop, Bildschirm, Drucker, Scanner, einen extra Hocker gegen Rückenschmerzen, die Tür ist abschließbar, sämtliche Gefahrenzonen wie herumliegende Kabel wurden entfernt. Ich wiederum betreibe mobiles Arbeiten, setze mich flexibel dorthin, wo ich am besten arbeiten kann und das kann nach harten Nächten auch am Küchentisch neben der Kaffeemaschine bei einem Berg Keksen sein.

Eure Sandra Kade

 

Läuft es immer noch? Ein Status-Update nach 6 Monaten im Home Office

6 Monate im Home-Office
6 Monate im Home-Office

6 Monate Home Office

Wer hätte das im März diesen Jahres schon gedacht? Damals war noch alles frisch, alles neu (wie hier berichtet). Es fühlte sich gut an von zu Hause zu arbeiten. Endlich in gemütlichen Klamotten, ohne lange Anfahrtswege, in der Mittagspause mal eben die Wäsche in die Waschmaschine schmeißen. Ein ganz neues Lebensgefühl.

Aber wie ergeht es uns heute? Was ist aus dieser vermeintlichen Erfüllung der Work-Life-Balance geworden? Fühlen wir uns nach mehr als 6 Monaten im Home Office immer noch so pudelwohl, wie am Anfang der Corona-Krise? Was hat sich verändert? Wie sehr vermissen wir den Büroalltag und warum horten wir auf einmal kein Klopapier mehr, sondern ganz andere Dinge?

Wir haben nach einem halben Jahr “Arbeiten von zu Hause” wieder ein paar ausgewählten Picalike-Mitarbeitern Fragen rund um ihr Wohlbefinden und ihre arbeitssituation im Home Office gestellt und das sind ihre Antworten darauf:

Franziska ist unsere Customer Success Managerin und kümmert sich bei Picalike um die Bestandskunden.

Franziska Weiß
Franzi im Home Office
Franzi im Home Office
 

Wenn du kein Klopapier mehr hortest, was hast du jetzt im Überfluss im Haus?

Puh, eigentlich nichts. Wir gehen ein bis zweimal die Woche Einkaufen und holen was wir brauchen. Ich habe Zuhause gar nicht den Platz irgendetwas zu horten.

Beste/r/s Buch/Audiobuch/Serie/Film/Videogame/Brettspiel/Podcast, dass du in den letzten Monaten für dich entdeckt hast?

Serien könnte ich hier jetzt viele aufzählen, aber zu meinen Favoriten gehören:

The Handmaid’s Tale und Dark. Brettspiele bzw. Gemeinschaftsspiele bin ich ein Fan von Wizard, allerdings benötigt man dafür 3 Personen, das war am Anfang von Corona natürlich schwierig. Ich könnte jetzt noch ewig so weitermachen, aber ich denke das reicht. 😊

Es sind nun gute 6 Monate vergangen, in denen wir uns alle nicht mehr tagtäglich im Büro sehen, sondern nur noch alle 2 Wochen im gemeinsamen Meeting. Wie fühlst du dich heute? Hat sich deine Gefühlslage zum Anfang März verändert?

Ich fühle mich nach wie vor sehr wohl, da ich mich auch an die Situation gewöhnt habe und mir gefällt es im Home Office zu arbeiten.

Hat sich etwas an deinem Arbeitsplatz geändert?

Ja, tatsächlich. Da das Arbeiten in der Küche dauerhaft keine Lösung war habe ich mir eine kleine Arbeitsecke im Wohnzimmer geschaffen. Dort kann ich zum Feierabend auch alles stehen und liegen lassen und muss es zum Essen nicht wegräumen.

Welches Kleidungsstück ist dir in dieser Zeit besonders ans Herz gewachsen?

Ich bin jetzt mal ganz ehrlich – Die Jogginghose. Wenn man den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt ist es doch bequemer als in einer Jeans oder ähnlichem. 😄

Irgendwelche Neu-Anschaffungen im Haushalt? (Haustier, Fitnessgerät, Balkon oder Garten umgestaltet?)

Wir haben uns eine Küchenmaschine angeschafft. Ansonsten wie schon erwähnt mein neuer Schreibtisch. 😉

Hast du neue Freizeitaktivitäten für dich entdeckt und/ oder andere eingestellt?

Leider mache viel weniger Sport, daheim kann ich mich weniger gut dazu motivieren. In Fitnessstudios mag ich aber zur Zeit noch immer nicht gehen.

Was vermisst du im Home Office am meisten?

Das tägliche Fahrradfahren zur Arbeit und der direkte Kontakt zu den Kollegen, aber da haben wir intern zum Glück eine ganz gute Lösung gefunden, dass es nur noch halb so schlimm ist. 😉 (Anm.d.Red.: Wir haben über Slack ein tägliches Chatroulette eingeführt. Jeden Tag chattet man für ca. 15 Minuten mit einem zufällig ausgewählten Teammitglied über zufällig ausgewählte Themen oder über etwas ganz anderes.)

Was vermisst du so gar nicht?

Den zeitlichen Aufwand zur Arbeit zu fahren – ja, das Fahrradfahren fehlt mir, aber so habe ich doch eine Stunde am Tag mehr Zeit für private Dinge.

Hand aufs Herz: Wie oft kochst du dir Nudeln in der Woche oder bestellst dir bequem Essen nach Hause?

Anfangs habe ich viel Fertigessen gegessen, aber inzwischen Kochen wir viel mehr dank unserer neuen Küchenmaschine.

Hallo Julius, wie fühlst du dich nach nunmehr 6 Monaten im Home Office? Hat sich deine Gefühlslage zum Anfang März verändert?

Ich denke wir haben die Situation für alle so angenehm wie möglich gemacht. Ich gehöre zu den Leuten, die die meiste Zeit im Homeoffice verbringen (alle 14 Tage ein Team-Meeting im Büro). Das ist zwar immer noch mehr als in der Anfangszeit, aber nicht viel. Das wird mir vor allem bewusst, wenn ich dann das Team vor Ort sehe, dann bemerke ich, dass der Kontakt mit den Kollegen schon ein wenig fehlt.

Hat sich etwas an deinem Arbeitsplatz geändert?

Kaum noch, die wesentlichen Veränderungen fanden in den ersten Wochen statt. Obwohl, ein Vorhang war noch wichtig – morgens wird man hier sonst stark geblendet.

Welches Kleidungsstück ist dir in dieser Zeit besonders ans Herz gewachsen?

Seien wir doch ehrlich: kurze Hose / Jogginghose.

Irgendwelche Neu-Anschaffungen im Haushalt? (Haustier, Fitnessgerät, Balkon oder Garten umgestaltet?)

Nein.

Hast du neue Freizeitaktivitäten für dich entdeckt und/ oder andere eingestellt?

Zu wenig Sport… Abgesehen davon: App-Entwicklung.

 
Julius im Home Office
Julius im Home Office

Julius ist Machine Learning Engineer und Programmierer bei Picalike

Julius Lange

Was vermisst du im Home Office am meisten?

Das kann wahrscheinlich niemand mehr hören: die Kollegen (sprechen und sich tatsächlich gegenüber zu sitzen sind sehr verschiedene Dinge).

Was vermisst du so gar nicht?

100 Minuten für das Zurücklegen von Wegen pro Tag.

Hand aufs Herz: Wie oft kochst du dir Nudeln in der Woche oder bestellst dir bequem Essen nach Hause?

Im Schnitt 1x pro Woche denke ich. Nicht allein zu leben ist da sehr hilfreich.

Wenn du kein Klopapier mehr hortest, was hast du jetzt im Überfluss im Haus?

Ehrlich gesagt… gar nichts. Der Kühlschrank ist zumindest immer noch einmal pro Woche leer.

Beste/r/s Buch/ Audiobuch/Serie/Film/Videogame/Brettspiel/Podcast, dass du in den letzten Monaten für dich entdeckt hast?

Die Switch. Insgesamt. Zu Hause alleine oder zu zweit und online mit Freunden. Das passt einfach. Außerdem gab es schon Tage, an denen ich mich ohne “Just Dance” gar nicht bewegt hätte.

Maik ist Projektmanager des Picalike-Dev-Teams und leitet alle 2 Wochen unser großes Team-Meeting im Betahaus

Maik Kade
Maik im Home Office
Maik im Home Office
 

Was vermisst du im Home Office am meisten?

Das Zusammenarbeiten mit dem Marketing / Sales Team in einem Büro. Aber da wir mit der Firma auch umgezogen sind, ist dies eh nicht mehr so möglich. Ansonsten den Sport, wie bereits gesagt, insbesondere den Weg mit dem Fahrrad hin und zurück. Und Kinobesuche.

Was vermisst du so gar nicht?

Die Bahnfahrten zur Arbeit.

Hand aufs Herz: Wie oft kochst du dir Nudeln in der Woche oder bestellst dir bequem Essen nach Hause?

Bedingt durch die Kinder gibt es schon einmal die Woche Fertigpizza oder generell eher schnell zuzubereitendes Essen – also für uns Erwachsene. Die Kinder schlemmen das Beste, was wir für sie zubereiten können. Man stellt sich da halt sehr zurück, bzw. hat manchmal fast gar keine Zeit ordentlich zu essen. Lieferservice ist nur so einmal alle 3-4 Wochen drin.

Wenn du kein Klopapier mehr hortest, was hast du jetzt im Überfluss im Haus?

Klopapier! Nein, im Ernst. Wir haben nicht wirklich angefangen Dinge mehr zu horten, als es auch schon vorher der Fall war. Und da haben wir auch nicht gehortet.

Und wie sieht es bei dir aus, Maik? Wie fühlst du dich nach nunmehr 6 Monaten im Home Office? Hat sich deine Gefühlslage zum Anfang März verändert?

Insgesamt geht es mir eigentlich genauso gut wie im März, obwohl ich sagen muss, dass mir das viele Home Office meistens recht gut gefällt und sich ziemlich gut mit meinem privaten Alltag verträgt – vor allem meinen beiden sehr agilen Zwillingsmädchen. Bezüglich der Pandemie bin ich nicht mehr so sehr im Panikmodus, aber ganz entspannt bin ich da immer noch nicht und werde es wohl auch erst sein, wenn das Thema endlich durch ist.

Hat sich etwas an deinem Arbeitsplatz geändert?

Ich habe meinen Arbeitstisch an eine andere Stelle im Zimmer verschoben und achte penibler darauf, dass der Platz und das Zimmer aufgeräumt sind, da ich bemerkt habe, dass es mich doch sehr beeinträchtigt, wenn ich in einem unaufgeräumten Zimmer arbeiten muss.

Welches Kleidungsstück ist dir in dieser Zeit besonders ans Herz gewachsen?

In dem heißen Sommer waren es definitiv meine beiden neuen Cargo-Shorts. Mit denen kann man bequem arbeiten ohne das Gefühl zu haben, im Skianzug in der Sauna zu sitzen. Und bei langen Spaziergängen mit dem Kinderwagen bieten sie genügend Taschen für alles.

Irgendwelche Neu-Anschaffungen im Haushalt? (Haustier, Fitnessgerät, Balkon oder Garten umgestaltet?)

Wir haben einen Mini-Swimmingpool für den Balkon angeschafft, den die Kinder reichlich zum Plantschen genutzt haben, und ich habe mir dort die Füße drinnen gekühlt. Ansonsten habe ich jetzt einen Knie- Hocker im Arbeitszimmer und kann so zwischen diesem und meinem Petzi-Hüpf-Ball regelmäßig wechseln. Das tut meinem Rücken dann doch sehr gut im Home-Office. Und naja, meine Kettlebell Sammlung ist jetzt komplett, da ich Mittagspausen immer noch gerne für ein kurzes Sportprogramm nutze.

Hast du neue Freizeitaktivitäten für dich entdeckt und/ oder andere eingestellt?

Ich unterrichte derzeit kein Capoeira und trainiere dies auch nur alleine. Das ist sicherlich auch Corona- bedingt, jedoch wäre es da eh schon durch die beiden kleinen Kinder Zuhause zu Einschränkungen gekommen. Auch wenn das Jammern auf hohem Niveau ist, setzt mir das schon ziemlich zu, da ich diesen Sport seit über 20 Jahren sehr intensiv praktiziere und dort auch eine Menge meiner Freunde habe.

Andererseits habe ich jetzt abends wieder etwas mehr Zeit für Hörbücher hören und auch mal eine Serie über Tablet und Kopfhörer mit einem schlafendem Kind im Arm zu sehen/hören. Das ist schon wirklich was Besonderes!

Beste/r/s Buch/ Audiobuch/Serie/Film/Videogame/Brettspiel/Podcast, dass du in den letzten Monaten für dich entdeckt hast?

Beste TV Serie – Cobra Kai (ehemals MTV) jetzt bei Netflix. Die Serie hat mich unfassbar überrascht, da ich niemals gedacht hätte, dass eine Fortsetzung der Karate Kid Trilogie aus den 80ern so spannend, emotional und lustig sein könnte. 

An Hörbüchern vertiefe ich mich gerade in die “Gray Man” Tech Krimi Reihe um einen Solo Operativ (Assassinen) aus der Hand von Mark Greaney, der ja auch schon mit Tom Clancy zusammen geschrieben hat. Und ich freue mich auf die 200 Millionen teure Netflix Verfilmung dieser Bücher.

Letztlich will ich dann demnächst noch Frank Herberts Dune (Der Wüstenplanet) endlich mal im Original lesen, und mich somit auf die Verfilmung durch Denis Villeneuve (hier geht’s zum Trailer) vorbereiten.

Und wie fühlt ihr euch nach der langen Zeit im Home-Office? Oder seid ihr schon wieder “back-to-normal” und zurück im Büro?
Erzählt uns von euren Erfahrungen in den Kommentaren!

Unser neues Büro

Hallo Schanze

Hallo Schanze

Neues Büro, neue Flexibilität, neue Arbeitswelt? Unser Schritt in Richtung New Work.

Schon vor dem Ausbruch der Pandemie war für uns klar: Wir müssen aus unseren Räumlichkeiten in der Rothenbaumchaussee ausziehen. Zum einen, da unser Mietvertrag diesen Sommer ausläuft und zum anderen, weil diese schnieke, aber leider doch etwas steife und konservative Umgebung am Rothenbaum einfach nicht richtig zu unserem jungen, dynamischen und hochtechnologisierten picalike-Spirit passte. 

Für uns als Tech-Unternehmen war es keine große Herausforderung von jetzt auf gleich ins Home Office zu gehen. Sämtliche Abläufe sind digitalisiert, jedes Teammitglied ist im Besitz eines Laptops und auch schon in Pre-Corona-Zeiten bestand die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. Der Produktivität und Effizienz im Team hat diese intensive Zeit außerhalb des Offices nicht geschadet und so wurde die Idee geboren nach einem neuen Arbeitskonzept zu suchen. Braucht wirklich jede*r Mitarbeiter*in von Montag bis Freitag einen festen Arbeitsplatz im Büro? Waren vor Corona überhaupt alle Arbeitsplätze immer besetzt (Stichwort: Urlaub/Krankheit)? Wieviele Home-Office- und wie viele Büro-Tage sind für einen selbst ideal und wünschenswert? Diese Fragen hat uns Sebastian (CEO) während des Lockdowns gestellt und herauskam, dass sich alle im Team mehr Flexibilität wünschen und gerne 3-4 Tage in der Woche im Home Office arbeiten möchten. 

Da wir, wie bereits erwähnt, sowieso auf der Suche nach einem neuen Büro waren, haben wir die Chance ergriffen und einen riesigen Schritt in Richtung “Neue Arbeitswelt” gemacht. Wir sind gespannt, wie unsere Erfahrung in einer Co-Working-Atmosphäre mit viel Flexibilität und Freiräumen für uns sein wird und freuen uns auf eine spannende, neue Arbeitswelt.

Wir freuen uns euch ab sofort an diesem Ort persönlich begrüßen zu dürfen.

 

Unsere neue Adresse:

picalike GmbH
℅ Betahaus
Eifflerstraße 43
22769 Hamburg

Wie läuft’s denn so? Ein Status-Update nach 14 Tagen im Home Office

14 Tage im Home-Office
Home Office - Kaffeepause bei Picalike

14 Tage Home Office

Vor gut 14 Tagen hat das Picalike-Team sich einvernehmlich dazu entschieden zum Schutz aller und um die Infektionskurve flach zu halten seine (Arbeits-)Zelte zu Hause aufzuschlagen und für unbestimmte Zeit im Home Office zu arbeiten. Aber wie ist es den Mitarbeiter*innen denn so ergangen in den letzten Tagen? Welche neuen Routinen sind entstanden, was ist gleich geblieben, was vermissen die Teammitglieder am meisten und was am wenigsten? Wir haben ein paar Kollegen und Kolleginnen dazu befragt und hier sind ihre ehrlichen und z.T. nicht ganz ernst zunehmenden Antworten.

Franziska kümmert sich bei Picalike um die Bestandskunden.

Franziska Weiß

Franzi's Home Office

Franzi’s Home Office
 

Ist es dir am Anfang schwer gefallen dich zu disziplinieren?

Nein, eigentlich nicht. Ich habe die Tür zu und werde nicht gestört. Mir ist es wichtig, das Home Office wie einen normalen Arbeitstag zu sehen und Aufgaben wie Wäsche waschen und Co. im Feierabend zu machen, würde ich sonst ja auch so machen.

Welche technische Ausstattung hast du zu Hause?

Da ich mit meinem Partner “nur” in einer 60 qm großen Wohnung wohne, habe ich nicht das Glück ein eigenes Büro zu haben, daher hält wie schon erwähnt meine Küche her. Ich habe meinen Arbeitslaptop und Maus dabei.

Wie würde für dich die ideale Arbeitswelt aussehen? Remote oder im Office?

Ich unterhalte mich gerne mit meinen Kollegen und fahr auch gerne morgens mit dem Rad zur Arbeit, daher arbeite ich gern im Office. Allerdings finde ich die Möglichkeit Home Office zu machen sehr angenehm und könnte mir auch eine Mischung aus Remote und Office vorstellen.

Es sind nun gute 2 Wochen vergangen, in denen wir uns alle nicht mehr tagtäglich im Büro sehen. Wie geht es dir heute? Wie ist das “Von-zu-Hause-Arbeiten” für dich?

Mir geht es gut, ich sitze in meiner Küche und arbeite an meinen Aufgaben. Nebenbei kann ich das schöne Wetter aus dem Fenster beobachten 😉

Was war für dich die größte Herausforderung/Umstellung im Home Office?

Da ich noch keine Kinder zu betreuen habe und genug Platz zum arbeiten habe, dürfte ich mich nicht beklagen. Ich habe auch vorher schon im Home Office gearbeitet und kann daher gut damit umgehen.

Wie sieht jetzt dein Arbeitsalltag aus? Welche Dinge/Aufgaben sind gleich geblieben? Was hat sich verändert? Hast du neue Routinen?

An sich sieht er wie immer aus: Ich stehe auf, mach mich frisch und setzt mich an den PC. Was sich verändert hat ist, dass ich etwas länger schlafen kann, da ich keinen Fahrtweg mehr habe. Was sich dadurch neu eingeschlichen hat ist, dass ich nach der Arbeit immer einen kleinen Spaziergang mache (natürlich mit viel Abstand zu anderen Menschen). Und nicht zu vergessen: Der Klamottenstil. Ich arbeite ohne Schuhe an den Füßen und habe die meiste Zeit eine Jogginghose an. Obenrum kleide ich mich je nach Tagesablauf (Meeting, kein Meeing mit Kunden) mit einem Hoodie oder normalem Oberteil (Pullover).

Was vermisst du im Home Office am meisten?

Die lustigen Momente mit meinen Kollegen und die Geschichten von meinem Chef Sebastian 😉 Im Home Office sitzt man doch eher stumm im “Büro”. Achso und natürlich unseren Büro Hund Lilly, die einen immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Was vermisst du am wenigsten?

Das frühere Aufstehen *lach*

Was ist für dich beim Home Office die größte Falle?

Schwer zu sagen, ich komme wie gesagt gut mit dem Home Office klar und kann Private Dinge auch gut ausblenden. Wenn, dann ist es wohl meine Haltung am PC, immer wieder ertappe ich mich wie krumm ich dasitze oder vom Stuhl rutsche – bin auf die Statistiken gespannt, wie viele Menschen nach der Zeit im Home Office einen Bandscheibenvorfall haben.

Was sind die 3 Dinge, ohne die du kein Home Office überstehen würdest?

Heiße Zitrone (zuckerfrei), Kuschelsocken (für warme Füße), Geschirrspüler (wo kommt das ganze Geschirr her *lach*)

Wieviel Klopapier hast du noch im Haus/in der Wohnung?

Da ich nicht zu den Hamstern gehöre, sind es nur noch: 8 Rollen. Sollte erstmal noch reichen

 

Hallo Julius, auch du bist jetzt schon seit über zwei Wochen im Home Office. Wie geht es dir heute? Wie ist das “Von-zu-Hause-Arbeiten” für dich?

Eine interessante Mischung aus Vor- und Nachteilen.

Was war für dich die größte Herausforderung/Umstellung im Home Office?

Weniger soziale Kontakte und weniger gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten.

Wie sieht jetzt dein Arbeitsalltag aus? Welche Dinge/Aufgaben sind gleich geblieben? Was hat sich verändert? Hast du neue Routinen?

Ich stehe deutlich später auf. Das gemeinsame Mittagessen fällt weg und dadurch strukturiert sich der Tag variabler. Die wichtige Frage um 11:30 fehlt (das ist im Picalike-Team die Frage, wer wohin mit zum Mittagessen geht, Anm.d.Red.). Von den Abläufen der eigentlichen Arbeit hat sich nicht viel geändert.

Was vermisst du im Home Office am meisten?

Den direkten Kontakt mit den Kollegen

Was vermisst du am wenigsten?

Die Arbeitswege.

 
Wie läuft's denn so? Ein Status-Update nach 14 Tagen im Home Office 2
Julius im Home Office

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Julius ist Software-Entwickler bei Picalike

Julius Lange

Was ist für dich beim Home Office die größte Falle?

Große, unüberschaubare und komplexe Aufgaben, die am besten zuerst im Team besprochen und zerteilt werden sollten und bei denen viel Einarbeitung durch Erklärungen anderer erleichtert / eingespart werden könnte.

Ist es dir am Anfang schwer gefallen dich zu disziplinieren?

Es ist mir am Anfang weder leichter noch schwerer gefallen als zu anderen Zeitpunkten

Welche technische Ausstattung hast du zu Hause?

Arbeitslaptop + Gaming Maus/Tastatur + Bildschirm + Boxen + Webcam + ANC Headset wenn die Stille zu laut wird.

Wie würde für dich die ideale Arbeitswelt aussehen? Remote oder im Office?

Wahrscheinlich eine Mischung. 3 Tage Büro, 2 Tage Home Office zum Beispiel.

Was sind die 3 Dinge, ohne die du kein Home Office überstehen würdest?

Bildschirm, Musik, Videochat.

Wie viel Klopapier hast du noch im Haus/in der Wohnung?

Alles.

Maik ist Projektmanager des Picalike-Dev-Teams

Maik Kade
Wie läuft's denn so? Ein Status-Update nach 14 Tagen im Home Office 5
Maiks Home Office
 

Was vermisst du im Home Office am meisten?

Meine knapp 10 Km Fahrradtour morgens hin und abends zurück. Ich brauche diese Zeit eigentlich um den Kopf freizukriegen, frische Luft zu tanken und stehe total auf das Training. Irgendwie plane ich auf dem Rad auch schon immer meine Arbeit oder lasse den Tag noch einmal Revue passieren.

Ansonsten fehlt mir auch das Arbeitsklima vor Ort. Wir haben wirklich ein tolles Team bei picalike und ich habe viel weniger Kontakt mit allen im Moment.
Gerade als Projektmanager liegt es mir auch am Herzen, die persönlichen Befindlichkeiten meines Teams zu kennen, um sie unterstützen zu können, wenn sie mal einen nicht so tollen Tag haben. Davon bekomme ich derzeit viel weniger mit und ich bin schon seit Tagen am grübeln, wie ich das ändern kann.

Was vermisst du am wenigsten?

An manchen Tagen lenken wir uns im Büro gegenseitig ein wenig zu sehr von der Arbeit ab. Ich bin da auch nicht immer ganz unschuldig dran. Das merke ich daran, dass ich meine Aufgaben manchmal auch in etwas weniger Zeit schaffe als sonst.. Aber auf Dauer wäre ich dann doch lieber 30 min länger im Büro und hätte mehr von dieser Interaktion, da ich denke, dass gerade diese kleinen Interaktionen für eine gute Arbeitsatmosphäre wie das Salz in der Suppe sind. Ohne sie ist es einfach zu fade. Und oft kommen einem gerade in diesen Momenten gute Ideen.

Was ist für dich beim Home Office die größte Falle?

Da ich durch meine beiden Kinder eh nicht viel Spielraum habe in Fallen zu rutschen, gibt es derzeit keine. Aber ich weiß aus früheren Home-Office-Zeiten, dass ich definitiv nicht mal eben in der Pause kurz eine Serie anfangen sollte oder gar die Xbox anschalten.

Ist es dir am Anfang schwer gefallen dich zu disziplinieren?

Nope. Das mag aber auch daran liegen, dass ich aus dem Einzelsport-Leistungssport-Bereich komme. Eigendisziplin ist da unabdingbar. Nur die Schokolade auf meinem Tisch macht mich manchmal schwach…

Wie würde für dich die ideale Arbeitswelt aussehen? Remote oder im Office?

Eine Kombination von beidem. Ich denke 2-3 Tage Home Office kann ich mir gut vorstellen, aber ich bin der Meinung, dass für bestimmte Dinge reale Face-to-Face Kommunikation besser ist. Insbesondere gilt dies für unsere wöchentlichen Meetings und Fortbildungsmaßnahmen, sowie meine Moderationen bei Firmeninternen Mini-Workshops.

Wie viel Klopapier hast du noch im Haus/in der Wohnung?

Derzeit noch eine ganze Packung, aber ich mache mir langsam Sorgen, da ich seit 10 Tagen beim Einkaufen nirgends welches gesehen habe.

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Und wie geht es dir so im Home Office, Maik?

Mir geht es derzeit recht gut. Meine Frau, meine Kinder und ich sind gesund und fit, was in der jetzigen Zeit wohl das Wichtigste ist.

Meine Tage sind noch durchgeplanter als vorher, was allerdings eher meine Lebenssituation mit kleinen Zwillingen Zuhause geschuldet ist. Der Balanceakt zwischen Projektmanager und Papa ist erheblich schwieriger geworden, da sich das alles jetzt am gleichen Ort befindet.

Zum Glück befinde ich mich wenigstens noch in der Situation, ein komplettes Arbeitszimmer zu haben. Aber natürlich geht hier doch das ein oder andere Mal die Tür auf und meine Frau steht mit Anforderungen da. Und wenn man ein Kind, oder noch schlimmer beide im Hintergrund weinen hört, da bleibe ich dann doch nicht sitzen.

Das wäre so natürlich nicht im normalen Büro-Alltag passiert. Ob das jetzt besser oder schlechter ist, kann ich erst nach noch mehr Zeit sagen. Ich bin abends jedoch definitiv viel erschöpfter als vorher, weil es keinen Arbeitsweg zwischen meinen beiden Hauptberufen mehr gibt. Da habe ich immer langsam von einer Tätigkeit auf die andere umgeschaltet. Jetzt ist es sofort.

Was war für dich die größte Herausforderung/Umstellung im Home Office?

Mit meiner Frau eine Regelung zu finden, die mir ermöglicht trotz zwei Kindern konzentriert zu arbeiten. Das ist etwas, dass wir immer noch am aushandeln sind, denn für sie ist es wirklich nicht einfach zwei Babys alleine zu bespaßen und versorgen.
Auch ein paar technische Dinge. Ich muss z.B. meine Breitbandübertragung ins Arbeitszimmer anders regeln, da ich sonst gerade in Videokonferenzen doch arg meine schwache W-Lan Übertragung merke.

Wie sieht jetzt dein Arbeitsalltag aus? Welche Dinge/Aufgaben sind gleich geblieben? Was hat sich verändert? Hast du neue Routinen?

Der Arbeitsablauf selbst hat sich nicht wesentlich verändert. Ich leite immer noch morgens mein tägliches Meeting mit den Entwicklern an, wenn jetzt auch über Video-Call. Lustig daran ist, dass das Team sogar im Home-Office darauf besteht, dass es ein Stand-Up-Meeting ist, obwohl ich gar nicht darauf beharrt habe. Ansonsten spiele ich immer noch jede Menge Solitaire auf unseren Trello-Boards, und arbeite Hand in Hand mit dem Marketing/ Sales Team, mit dem ich vorher im gleichen Raum gesessen habe.

Verändert hat sich für mich, dass ich gefühlt mehr Zeit mit dem Trello-Board verbringe, da wir derzeit kein reales Board im Entwicklungs Office für das ganze Team zur Verfügung haben. Auch hat der Anteil der schriftlichen Kommunikation über Slack stark zugenommen. Für bestimmte Dinge wie Mini-Workshops muss ich mir online Lösungen einfallen lassen. Und ich kann länger ungestört an einer Aufgabe arbeiten.

Allerdings sind meine Pausen jetzt anders. Ich mache meine Mittagspause etwas später, da das Socialising mit dem Team beim gemeinsamen Mittag nicht mehr existiert und bisher noch keiner nach gemeinsam virtuellen Essen gefragt hat. Von meiner 1 Stunde Mittagspause nutze ich 3-4 Tage die Woche 50 Minuten für Sport. Mein Arbeitszimmer verbirgt auch einiges an Fitness Utensilien. Zum einen brauche ich das als Ausgleich, zum anderen auch um der permanenten Sitzerei am Rechner entgegenzuwirken.

Naja und ich habe hier meinen Pezziball als alternative Sitzmöglichkeit. Somit wechsle ich alle 60 Minuten zwischen Ball und Stuhl hin und her. Und dann wird jeden Tage halt eine Weile auf dem Ball rumgehoppst. Ich glaube, im Büro würden ich schon recht merkwürdig geguckt werden, wenn ich da so wild rumzappeln würde.

Welche technische Ausstattung hast du zu Hause?

Ich habe einen zweiten 28 Zoll Full HD Monitor von Benq, Bose Bluetooth Boxen (wenn die Musik mal laut sein soll), ein sehr gutes Marshall Bluetooth Over-Ear-Headset (für Videokonferenzen oder wenn ich Außengeräusche ausblenden will), meinen Firmenlaptop, meine Firmen High End Gaming Mouse (ich steh auf das grüne Licht von der), meine Todesstern Tischlampe, die im gleichen Grün leuchtet (Nerd-Attack).

UUUND den Albtraum aller Bürokollegen: Ich besitze eine 1,5 Kg schwere High- End- Tastatur der deutschen Firma Klim mit MECHANISCHEN Tasten. Da ist jeder Tastenanschlag ist so laut wie bei einer uralten Schreibmaschine. Die dürfte ich im Büro wohl nie benutzen. Das Tastenanschlag- Nachleuchten habe ich natürlich auch auf Grün gestellt.

Was sind die 3 Dinge, ohne die du kein Home Office überstehen würdest?

1. laute Musik 2. dunkle Schokolade 3. Sport gegen zu viel dunkle Schokolade Essen.