Interview mit Xaver Albrecht von Unitex

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Interview Xaver Unitex

Dieses Jahr sind die Geschäfte im Einzelhandel mit so einigen großen Herausforderungen konfrontiert worden. Um besser verstehen zu können, womit sie sich auseinander setzen mussten, haben wir ein Gespräch mit Xaver Albrecht von Unitex geführt. In dem Interview spricht er ausführlich mit uns über den Lockdown, die Ungleichheit dabei, wie Unitex seine Mitglieder unterstützt, was das Online-Geschäft für den Einzelhandel bedeutet und wie ein Tool wie OnSight da bei der Wettbewerbsanalyse helfen kann.   

Du bist Mitglied der Geschäftsleitung bei Unitex. Magst du kurz beschreiben, wie und worin Unitex den Einzelhandel unterstützt?

Wir unterstützen den stationären mittelständischen Einzelhandel in einer ganz breiten Masse an Lösungen. Wir von Unitex sind eine Verbundgruppe für den Mode-Einzelhandel. Das heißt, wir bieten verschiedene Services und Dienstleistungen an, begonnen bei der bankgesicherten Zentralregulierung.Bankgesicherte Zentralregulierung bedeutet im Endeffekt, dass wir im Hintergrund den Zahlungs- und Rechnungsverkehr zwischen dem Händler und dem Lieferanten über eine Partnerbank von uns, die RSB Retail + Service Bank, abwickeln. Aber eben zusätzlich auch mit der Rechenanlage West (raw) den ganzen Belegverkehr und die Belegarchivierung anbieten. Auf Basis des Zentralregulierungsvolumens gibt es eine Rückvergütung für den Händler, das heißt, es lohnt sich auch monetär zumeist. Wir bieten verschiedenste Sonderkonditionen bei Dienstleistern an. Wir nutzen also Skaleneffekte sehr stark bei unseren Mitgliedern, weil wir mit über 800 Mitgliedern doch ein Standing am Markt und in der Branche haben. Dadurch sind viele Dienstleister interessiert, mit uns zusammenzuarbeiten: von Strom über Versicherung und, und, und… 

Und seit vielen Jahren schon unterstützen wir auch unsere Mitglieder ganz stark im Thema Digitalisierung. Wir haben viele Digitalisierungspartner, verschiedene Digitalisierungslösungen mit Top-Konditionen von Web-Shops über Kunden-Apps bis hin zum Omni-Channel-Ansatz, Verkauf auf Plattformen etc. Da bieten wir eine sehr große Plattform an Lösungen und Vorteilen für den Einzelhandel an. 

 

Corona, Lockdown, etc. Der Einzelhandel hatte im letzten Jahr so einige große Herausforderungen zu meistern. Welcher Aspekt war deiner Meinung nach am schwierigsten? Und warum?

Am schwierigsten für den stationären Einzelhandel war ja, dass alles zu war. Es haben viele Faktoren mit reingespielt, weshalb die Geschäfte schließen mussten. Ein wichtiger Faktor dabei war die Ungleichbehandlung, wie wir finden. Die Ungleichbehandlung gegenüber anderen Branchen. Wir haben uns natürlich auch auf juristischer und politischer Ebene entsprechend für unsere Mitglieder eingesetzt gegen die Ungleichbehandlung und mit unterschiedlichen Klagen auf Wiederöffnung und auf Schadenersatz. Zum Beispiel die Testpflicht beim stationären Mode-Einzelhandel im Vergleich zum Lebensmittel-Einzelhandel oder zur Außengastro oder zu Bank etc. Auch gab es während des Lockdowns als die Flächen geschlossen waren verschiedene Öffnungsschritte, wo zum Beispiel Baumärkte mit Blumen oder Gartencentern eben öffnen durften und der mittelständische Mode-Einzelhandel eben nicht. Da gab es auch einige Entscheidungen, die unsere Meinung auf juristischer Ebene bestätigt haben, dass es sich hier um eine Ungleichbehandlung handelt und dass man da eben gleichziehen muss.

Das heißt, da muss der Mode-Einzelhandel gleichzeitig wieder öffnen oder das andere schließen. Unser Ziel war es da natürlich nie, andere Branchen zu benachteiligen, sondern einfach die Öffnungsschritte im Mode-Einzelhandel darzustellen. Und so war es eben wie in diesem Beispiel in vielen Belangen. Klar muss der Lebensmitteleinzelhandel auf haben. Aber 800 Quadratmeter Lebensmittel-Einzelhandel und 800 Quadratmeter Mode-Einzelhandel – da würde ich die Ansteckungsgefahr jetzt mal als ähnlich definieren. Ob man nun in einem einen Test braucht und im anderen nicht, das ist dann natürlich auch wieder die Frage. 

Von den vielen Reglementierungen, die in den letzten Monaten zustande kamen, um den Einzelhandel in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, was ist deiner Meinung nach die Sinnvollste?

Man kann da eigentlich sagen, durch die Politik gab es ja von den Öffnungsschritten mal abgesehen im Endeffekt nur eine Lösung und das ist ja die Überbrückungshilfe 3. Die ist mit der Zeit auf Basis der FAQs verbessert worden, bietet aber trotzdem keinen Ersatz, sondern nur eine kleine Hilfe. Ich bin der Meinung dass im Allgemeinen von der Politik her zu wenig geholfen wurde.

Interview Xaver Unitex

Was hättest du dir gewünscht?

Da lässt sich nun im Nachhinein natürlich alles Mögliche aus der Nase ziehen. Aber ich hätte mir eine transparente und faire Beurteilung der Situation mit keiner Benachteiligung oder Bevorteilung von Branchen und einen Ausgleich auf Ergebnisebenen und nicht auf Basis der Wareneinkäufe gewünscht. 

Die vielen Zeiten, in denen die Läden schließen mussten, haben für viele den Weg ins Online-Geschäft  beschleunigt. Wie sieht es da aus? Entstehen nun viele kleine Online-Shops? 

Wir haben natürlich eine ganz breite Mitgliederbasis. Auch wurde viel in die Digitalisierung investiert, das ist klar, einerseits durch die Fördermaßnahmen derÜberbrückungshilfe 3, aber davor auch schon, auch während des ersten Lockdowns und man kann auf jedem Fall sagen, dass vor allem das Plattformgeschäft stark zugenommen hat. Das heißt, wir haben auch einen Partner, der eine Plattform, einen Marktplatz anbietet. Da haben wir ein enormes Wachstum von unseren Mitgliedern. Andere, nicht die große Masse, aber einige, haben auch in eigene Webshops investiert, in eigene Weblösungen. Bei beiden Themen muss man nachher auf jeden Fall auch betrachten, wie die langfristige betriebswirtschaftliche Situation aussieht, aber vor allem in Zeiten des Lockdowns hat es natürlich vor allem liquiditäts- und warentechnisch unsere Mitglieder schon stark unterstützt. 

So ein Online-Shop ist auch viel Arbeit, sind die Wettbewerber doch um ein vielfaches mehr. Welche Informationen aus der Beobachtung der Wettbewerber sind da für die Händler beispielsweise interessant, um sich besser aufzustellen?

Ein Modehaus XY kann mit seinem Warenbestand trotz der hohen Warenexpertise nie auf dem Niveau von einem Zalando oder About you alleine kommen. Für viele unserer Mitglieder ist ein Webshop, wenn sie denn einen haben, dann hauptsächlich ein Marketingposten, ein Kundenbindungstool, um dem Stammkunden zum Beispiel anzubieten auch sonntags vom Sofa aus zu gucken: “Oh beim Modehaus meines Vertrauens ist gerade ein weißes Hemd im Angebot. Montag muss ich zu einem Vorstellungsgespräch, dann gehe ich da mal kurz es abholen.” Ich kann auch schauen, ob sie es sogar eventuell mit Click&Collect, Click & Reserve schon für mich bereitlegen können. Wenn ich zum Beispiel weiß, dass ich bei dem Eterna-Hemd M oder L trage, dann bringt es mir vielleicht sogar jemand persönlich vorbei. Weil ich vielleicht auch noch den Einkäufer oder die Modefachverkäuferin kenne. In diesen Fällen ist der Online-Shop eher ein Kundenbindungstool, um eben dem Endkunden, dem Endkonsumenten den gleichen Mehrwert eines Online-Verkäufers zu bieten und trotzdem die Vorteile des stationären Modehandels beizubehalten. 

Was nun die Wettbewerber online betrifft: Ich kann mir vorstellen, dass Reduzierungen angeguckt werden, und dann halt die Shopinformationen der Konkurrenten in der Nähe – das heißt, wer bietet welchen Lieferservice oder welche Kundenbindungsmaßnahmen an. 

Bei unseren Kunden gehe ich davon aus, dass sie nicht extra im Vergleich zu anderen Online-Shops ihre Ware nachordern oder ähnliches, sondern dass sie ihre bereits bestellte Ware einfach abspielen. Da hat der Webshop von Zalando erst mal wenig Einfluss, was der Mode-Einzelhändler nachher beim Lieferanten einkauft.

Worin könnte ein Wettbewerbsanalyse-Tool die Geschäfte sowohl im stationären Handel wie auch bei ihrer Online-Präsenz zum Beispiel unterstützen? 

Ich glaube, da könnte ein Mehrwert dadurch dargestellt werden, dass man schaut, welche Produkte besonders gut oder besonders schlecht laufen, welche Produkte werden besonders stark reduziert auf den gängigen Plattformen, in den gängigen Online-Shops. Da kann ich sehen, wenn ein Produkt gut läuft, eine Produktkategorie, habe ich die Möglichkeit, sie kurzfristig auch als stationären Händler dann nachzuschießen.

Ich kann schauen, bei mir sieht es auch gut aus mit dem Produkt, online auch sehr gut, dann ist es noch mal eine Bestätigung, A mehr Ware nachzuschießen, mehr Ware zu organisieren und auf der anderen Seite natürlich auch ein Preisindikator. Ich kann sehen, ja andere Produkte werden stark reduziert, werden vielleicht nicht so gut nachgefragt, um dann eben auch die eigene Entscheidung in Abschreibungstool zu stellen. Wann schreibe ich welche Produkte wie stark ab oder reduziere sie eben.

Natürlich auch was die Shops gerade neu bekommen ist interessant, und dann auf der Basis zu sehen, wenn was neu reinkommt: Läuft es schon mal gleich gut an, läuft es schlecht an? Denn es gibt ja immer einen Vororder-Anteil sowie einen Anteil, der kurzfristig bestellt werden kann. Und den Anteil gilt es eben dann, sinnvoll zu nutzen.

Was wünschst du dem Einzelhandel für das zweite Halbjahr 2021?

Ich sag mal mit gutem Optimismus und im guten Optimismus aus der Situation rauszugehen, die Chance zu nutzen. Ich glaube, da gibt es jetzt eine gute Chance für diejenigen, die bei uns doch einige sind, die es durch die harten Zeiten auch geschafft haben, jetzt den Kunden Gott sei Dank mit Freude wieder bedienen zu dürfen, mit einem tollen Produkt wieder zur Verfügung zu stehen. Außerdem wünsche ich, dass es einfach keine weiteren Lockdowns oder Restriktionen erst mal gibt. Dass man hoffen kann, dass man tolle Geschäfte machen kann mit tollen Kunden.

Ich danke dir vielmals für das ausführliche Interview und die guten Einblicke in die Arbeit von Unitex! 

Weitere Gespräche mit Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen findet ihr auf unserem Blog. Um auch die nächsten nicht zu verpassen, meldet euch gern zu unserem Newsletter an! 

Mit Shop Intelligence wertvolle Zeit sparen

Egal ob man ein Buch schreibt oder eine Marketing-Kampagne entwickelt, am meisten Zeit frisst immer die Recherche. Denn meistens muss doch sehr viel recherchiert werden. Man braucht verlässliche und akkurate Antworten auf Fragen wie: Was bieten die anderen an? Womit müssen wir konkurrieren? Wie macht der Wettbewerber X Kunden das Einkaufen leichter? Welche Produkte pusht er gerade? Was für Sonderaktionen laufen? Werden Freebies verteilt? Und das für jeden einzelnen Wettbewerber. So viele Infos bekommt man nicht mit nur ein paar Klicks. Oder vielleicht doch?

Tatsächlich kann unsere Shop Intelligence all diese Fragen beantworten. Einfach, schnell und akkurat. Wie? Zum einen, indem die Newsletter der Wettbewerber analysiert werden, schließlich sind die Newsletter die Informationsträger überhaupt. 

Mit ihnen stellen die Shops ihren Kunden Trends und Aktionen vor, locken mit Angeboten und Freebies. Und wie der Name schon impliziert: Man erfährt immer das Neueste (News). Mit Newsletter Intelligence ist es möglich, sich auf einem Blick die gesammelten Newsletter der Wettbewerber anzuschauen und einen allgemeinen Einblick zu erhalten, in den gesammelten Newslettern stöbern und sogar ihre Häufigkeit betrachten.

Droht die Flut an Newslettern allerdings zu überschwemmen oder will man schneller eine bestimmte Information erhalten, ist es möglich mit Filtern gezielte Ergebnisse zu erhalten. So kann man zum Beispiel nach Wettbewerber, Zeitraum, Specials wie Geschenke und Rabatte filtern. Genau wie bei der Übersicht ist es auch hier möglich, direkt in die Newsletter zu klicken und sich ein genaues Bild zu machen.

Aber unsere Shop Intelligence kann noch mehr! In der allgemeinen Übersicht sieht man schnell verschiedene Services, die den Kunden angeboten werden. So erkennt man schnell, was wirklich beliebt und am weitesten vertreten ist – und ob man zum Beispiel vielleicht auch Click & Collect anbieten sollte?

Aber auch diese Informationen können runterskalliert werden und präzise Antworten auf einzelne Fragen geben, denn unter dem Reiter Shop Details können die Wettbewerber einzeln betrachtet werden mit einer Liste ihrer angebotenen Services.

Viel einfacher und schneller kann Recherche nicht werden. Möchtet auch ihr schnell recherchieren, wie es um eure Wettbewerber bestellt ist? Dann vereinbart doch eine Demo und spart euch viel Zeit und Mühe!

Mit Newsletter Intelligence schnell an relevante Infos kommen

Die Zeit zwischen den Feiertagen wird bekanntlich fürs Ausruhen genutzt. Nicht so bei uns. Hier wird fleißig weiterentwickelt, optimiert und geforscht. Das Ergebnis sind einige neue Features in unserem Tool OnSight Analytics. Alle jetzt vorzustellen, würde den Rahmen sprengen… Und welcher Spaß wäre es schon, das ganze Pulver auf einmal zu verschießen, anstelle es fein zu portionieren und somit länger was davon zu haben? 

Seid gespannt, was wir in nächster Zeit noch alles zu berichten haben! 

Aber nun zu einem spannenden neuen Feature: die Newsletter Intelligence!

Was ist die Newsletter Intelligence?

Mit einem Blick könnt ihr erkennen, wie viele Newsletter verschickt worden sind. Beim Mouse-Over über die  Punkte erhaltet ihr gleich mehrere Infos zum Beispiel: Wie viele Newsletter wurden an diesem einen Tag versandt? Dazu erfahrt ihr, welche Gutscheine angeboten werden, welche Kollektionen und Freebies angepriesen werden. Natürlich könnt ihr unten auch die einzelnen Newsletter von diesem Datum anklicken, um ihn euch genauer anzuschauen.

Newsletter Intelligence

Anstelle aber dass ihr jeden Newsletter eurer Wettbewerber selbst abonniert und händisch durchgeht, könnt ihr OnSight zig Newsletter für euch auswerten lassen und so stets auf dem neuesten Stand bleiben, was die Vermarktungsstrategie eurer Wettbewerber betrifft.

Newsletter Intelligence

Seid ihr neugierig geworden? Dann testet doch unsere Demo und seht selbst, was alles möglich ist!

Keine Scheu vor neuer Technik

Keine Scheu vor neuer Technik

OnSight, unser neues Market-Intelligence-Tool, ist sehr vielfältig, mit zahlreichen Funktionen, persönlichen Alerts und den verschiedenen Reports. Dennoch ist es kein Hexenwerk und sehr intuitiv zu bedienen. Man braucht keine Scheu davor zu haben, sich in ein neues Tool einzuarbeiten!

So wird man, gleich wenn man sich einloggt, zu einer Tour durch das Tool eingeladen, bei der einem die unterschiedlichsten Dinge auf dem Dashboard, viele Funktionen und Möglichkeiten, die einem geboten werden, erläutert wird. Auch findet man hier ein Benutzerhandbuch, in dem auf verschiedene FAQs eingegangen werden und die Antworten gut mit Screenshots bebildert sind.

Keine Scheu vor neuer Technik 1

Persönliche Betreuung und reger Austausch

Franziska Weiß OnSight Onboarding

Franziska im Home Office beim Onboarding

Aber nichts geht über einen persönlichen Austausch. Bei OSA wird jeder Kunde oder Pilot-Partner persönlich in die Bedienung eingeführt. Franziska Weiß, Key Account & Customer Success Manager von Picalike, ist für das OnBoarding zuständig: “Mir ist es sehr wichtig, dass jeder Nutzer unser Tool versteht und direkt weiß, wie und wo er was findet. Schließlich sollen sie mit all den Daten auch gut arbeiten können und Spaß an der Nutzung der verschiedenen Funktionen haben.” Deshalb ist sie, sowie auch weitere Teammitglieder von Picalike, stets für den Kunden erreichbar, falls er Fragen hat oder etwas nicht so funktioniert, wie er es gern hätte. Keine Frage ist hier lästig: “Wir freuen uns sehr über das Feedback unserer Pilot-Partner, auch wenn sie uns auf einen Bug aufmerksam machen oder uns mitteilen, was sie sich noch wünschen würden. Denn nur so können wir ein noch besseres Produkt schaffen”, so Sebastian Kielmann, Gründer und CEO von Picalike.

Willst auch du OSA testen? Dann melde dich als Pilot-Partner an!

OnSight ist in der Pilot-Phase

Pilot Phase
Pilot Phase

Seit 2 Wochen läuft nun das Onboarding für unsere Pilot-Partner bei OnSight, unserem neuen Wettbewerbsanalyse-Tool. Lange haben unsere Entwickler zusammen mit unserem CEO Sebastian Kielmann an OnSight gefeilt, bis ein Tool entstanden ist, auf das wir wirklich stolz sind. Mit ihm ist es möglich zu sehen, wie die Wettbewerber aufgestellt sind: Welche Menge von welchen Artikeln sie anbieten, wie die Price Range ist, was für Rabatte sie geben und, und, und.

Man kann sogar selbst festlegen, welche Shops die Wettbewerber sind, die beobachtet werden sollen. Außerdem kann man Alerts einstellen, die einem über bestimmte Entwicklungen informieren. Auch kann man Reports, mit von einem selbst festgelegte Informationen, regelmäßig runterladen oder automatisch zusenden lassen. Unsere Daten werden von unserer Quality Assurance geprüft und wöchentlich aktualisiert. Das ist jetzt aber nur ein Auszug der vielen, die OnSight bietet! 

Inzwischen haben wir einige tolle Pilot-Partner gewinnen können, darunter auch AboutYou und Madeleine. Klingt das auch für dich spannend? Dann mach doch einfach mit und lerne OnSight selbst kennen. Als Pilot-Partner bekommst du 3 Monate kostenfreien Zugang und hast die Möglichkeit, unsere Roadmap für zukünftige Features und Service-Verbesserungen mitzudefinieren. (Weiter zur Demo-Anmeldung)

Hier ein kleiner Einblick, wie es dann aussehen kann: 

Strategische Wettbewerbsanalyse

Strategische Wettbewerbsanalyse

So gern man auch die nächsten Schritte vorausplanen möchte, manchmal macht einem einfach jemand oder in diesem Falle “Etwas” einen Strich durch die Rechnung. So auch am vergangenen Freitag, als unser Workshop-Speaker Johannes Deltl am Wiener Flughafen fest saß und leider erst mit einer Verspätung bei uns im hohen Norden landete. Wie sich herausstellte, hat sich das Warten aber gelohnt! Johannes ist echter Profi in Sachen “Strategische Wettbewerbsbeobachtung”. Als Geschäftsführer der Beratungsfirma Acrasio kann er auf eine über 20-jährige Berufserfahrung auf Kunden- und Beraterseite zurückblicken. Als Buchautor, Universitätsdozent und Referent klärte uns der gebürtige Wiener u. a. über den Wettbewerbsbeobachtungsprozess, Evaluierungsmöglichkeiten und Vorgehensweisen in ganz unterschiedlichen Branchen auf. Mit einem kurzen “Hands-on”-Part aus dem agilen Projektmanagementbereich wurde die Methode der Priorisierung veranschaulicht.

Unternehmen sollten sich aktiv damit auseinandersetzen, wer in Zukunft eigentlich ein Konkurrent werden könnte.

Die nächsten, aber auch die über-, übernächsten Schritte seiner Konkurrenz voraussehen, für das eigene Unternehmen einordnen und einschätzen, um dann angemessen darauf reagieren zu können. Darauf kommt es bei einer strategischen Wettbewerbsbeobachtung an. Mit zahlreichen Beispielen, Vorgehensweisen, Evaluierungsmöglichkeiten und Praxisbeispielen aus ganz unterschiedlichen Branchen, brachte uns Johannes das Thema näher, so dass es im Anschluss wieder (bei Bier, Cider und Pizza) zu einem regen Austausch kam.
Strategische Wettbewerbsanalyse - Johannes Deltl
Gruppenarbeit_Workshop_Deltl
Strategische Wettbewerbsanalyse

Interview mit den Workshop-Teilnehmern

Interview mit Philip von DACAPO (Otto Group)

Hallo Philip, stelle dich doch einmal kurz vor.
Ich bin Philip und mache derzeit ein 6-monatiges Praktikum bei der Otto Group im Team von DACAPO. Dort mache ich Datenvisualisierung und Machine Learning.

Was studierst du?
Ich studiere Quantitative Finance im Masterstudiengang in Kiel.

Was genau sind deine Aufgaben bei DACAPO?
Datenvisualisierung mit Tableau. D.h. ich greife auf eine Datenbank zu, in der Daten von gecrawlten Onlineshops gespeichert sind und stelle Dashboards zusammen, die sich unsere Kunden gewünscht haben. Oder ich stelle Dashboards zusammen, von denen wir denken, dass unsere Kunden das interessieren könnte oder wo schon bereits der Wunsch von den Kunden kam, dass “das und das” dargestellt werden sollte. Der Input für die Visualisierung kommt zu 90% vom Kunden.

Das ist ja im Grunde genommen Wettbewerbsanalyse. Und ihr beantwortet dann Fragestellungen wie: Was ist z. B. die Preisstrategie meiner Wettbewerber?
Ja, genau. Oder Sortimente, Farben u.v.m.

Und ihr bietet den euer Dashboard und die Kunden können sich selbst die Reports ziehen? Oder schickt ihr die Analysen sozusagen proaktiv zu?
Von uns bekommen die Kunden die Daten und/oder die Dashboards.

Was hast du aus dem heutigen Workshop mitgenommen?
Für mich war der ganze Bereich der Planung und auch die Evaluierung am Ende interessant: Was hat dem Kunden unser Tool, das wir zur Verfügung stellen überhaupt gebracht für seine Entscheidungsfindung oder wäre es in Zukunft doch interessant andere Bereiche zu beleuchten? Und gemeinsam mehr arbeiten dort hineinzustecken sich entweder intern zu überlegen oder gemeinsam mit dem Kunden, was denn letztendlich überhaupt interessant ist. Anstatt tagelange Analysen zu fahren, diese dem Kunden zu zuschicken und am Ende nicht zu wissen, ob es den Kunden überhaupt interessiert.

 
Buch über Strategische Wettbewerbsanalyse

Interview mit Adrian von bonprix

Hallo Adrian, stelle dich doch einmal kurz vor.
Ich bin Adrian, komme von bonprix und bin dort Projekt Manager in einer Abteilung, die Software-Produkte für den Einkauf- und Supply-Chain-Bereich entwickelt. D. h. alles Inhouse-Produkte, die sich primär auf den Einkauf beziehen. Und aktuell bin ich hauptsächlich im Forecasting unterwegs. D. h. Demand Forecasting auf Produktebene.

Was für eine Vorlaufzeit habt ihr da?
Unterschiedlich. Im Idealfall sind es schon über 6 Monate. Es kommt aber ganz darauf an. Wir haben natürlich unterschiedliche Arten von Produkten. Manche Produkte gibt es schon seit über 15 Jahren und die haben sich nie geändert. Ein ganz großer Anteil an Produkten wird aber nur ein einziges Mal für eine einzige Kollektion eingesetzt und kommen nie wieder.

Wie viele Kollektionen habt ihr im Jahr?
Mittlerweile sind wir bei 12 Kollektionen pro Jahr angekommen, eine pro Monat.

Was war für dich interessant? Warum bist du zu diesem Workshop gekommen?
Ich habe von diesem Workshop von meinem Abteilungsleiter erfahren. Und es passt eigentlich ganz gut in diese Forecasting-Thematik rein, weil da natürlich auch Konkurrenzdetails eine Rolle spielen. Je nachdem wie viele Produkte die Konkurrenz in irgendeiner Art und Weise die Produkte gerade anbietet, kann das ja schon Einflüsse haben und das beachten wir – zumindest auf dieser technischen Ebene – nicht.

D.h. ihr betreibt Forecasting aktuell nur anhand der historischen Bestandsdaten?
Richtig.

Gibt es ein Thema, das du für einen kommenden Workshop interessant findest?
Eigentlich auch alles rundum Produkt-Attribute. Also welche man evtl. auch aus Bildern ziehen kann. Denn letztendlich sind diese auch verantwortlich für den Erfolg vom Forecasting. Da würde es mich schon interessieren, wie viel und was ihr alles aus Bildern rausziehen könnt.

D.h. momentan wisst ihr zwar, was sich gut verkauft hat, aber ihr könnt nicht betiteln, ob es jetzt an den kurzen Ärmeln oder an einem bestimmten Muster lag?
Nein, also wir nutzen auch wahnsinnig viele Attribute, aber die sind halt alle händisch eingegeben und auch das ist etwas, wo man drüber nachdenken könnte das auch teil zu automatisieren. Gerade wenn bei Artikeln Muster angelegt werden, muss man sehr viele Attribute anlegen für einen Artikel, der vielleicht nie den Markt sieht. Und das ist natürlich
eine gewisse Arbeit. Auch das wäre dann interessant, dass man z. B. automatische Attributsvorschläge auf Basis von Fotos bekommen könnte.